Prozessbegleitung, Teamentwicklung und partizipative Evaluation für das Projekt "Bühne frei"

 

Florian Wenzel begleitet seit 2017 das Projekt 'Bühne frei!', ses VIA (Verband für interkulturelle Arbeit), welches Interkulturelles Lernen mit Improvisationstheater kombiniert. Der Ansatz wurde in einer Broschüre veröffentlicht. In Planungs- und Prozessworkshops wurde regelmäßig die Zusammenarbeit des Teams in den Blick genommen und Perspektiven der Etablierung der Marke 'Culturatorium' analysiert. In einem partizipativen Evaluationsprozess wurden Weiterbildungen in Berlin und Bayern untersucht und gemeinsam Kriterien und Erfolgsindikatoren für die Arbeit mit diesem neuen Ansatz etabliert.

 

 

Entwicklung eines Lehrplans zu Demokratie-Lernen in Steyr, Österreich

 

Florian Wenzel begleitet das Gymnasium Werndlpark in Steyr, Österreich, bei der Erstellung und praktischen Umsetzung eines Lehrplans für das schulautonome Fach Demokratie-Lernen. Es kommen Ansätze des Demokratie-Lernens und v.a. Methoden des Programms Mehr als eine Demokratie zum Einsatz, die in einen Lehrplan eingeflossen sind, der ab der 9. Klasse zur Eintwicklung umfassender Demokratiekompetenz eingesetzt wird.

 

Neben bereits an vielen Schulen üblichen Übungsfeldern werden in diesem Lehrplan explizit auch Strukturen der Schule, mögliche Gremien der Beteiligung und auch die Veränderung von Macht- und Diskriminierungsstrukturen innerhalb der Schulgemeinschaft in den Blick genommen. Das Besondere am Projekt ist die Tatsache, dass der Lehrplan autonom von Landes- oder Bundesvorgaben entwickelt und damit wesentlich klarer als bisherige ähnliche Ansätze profiliert werden konnte.

 

In verschiedenen Fortbildungsworkshops reflektieren beteiligte Lehrer/innen kritisch ihre eigene Haltung und auch Machtposition, erproben methodische Bausteine und reflektieren ihre Erfahrungen fortlaufend gemeinsam mit der externen Begleitung.

 

Der Ansatz wird in einer Kooperation mit dem Museum Arbeitswelt Steyr umgesetzt, das bereits seit 10 Jahren eine eigene Demokratiewerkstatt anlässlich der Absenkung des Wahlalters in Österreich auf 16 Jahre betreibt. Wechselseitige Besuche und Seminar integrieren den Lehrplan mit Elementen außerschulischer politischer Bildung.

 

Shimon-Peres-Prize 2019

 

Eine hochrangige Jury des Deutsch-Israelischen Zukunftsforums hat die Akademie Führung & Kompetenz am C·A·P zusammen mit dem Adam Institut aus Jerusalem für das Projekt „Mehr als eine Demokratie“ als Preisträger für den diesjährigen Shimon-Peres-Preis ausgewählt.

 

Für das C·A·P nahmen am 15. September 2019 Susanne Ulrich und Florian Wenzel den Preis von Außenminister Heiko Maas im Roten Rathaus in Berlin entgegen.

 

Einen ausführlichen Bericht mit der Rede von Außenminister Heiko Maas finden Sie hier. Einen weiteren Bericht zur Preisverleihung finden Sie in der Jüdischen Allgemeinen.

 

Der Preis würdigt die jahrelange Kooperation beider Institutionen, die durch Wissensaustausch, internationale Tagungen sowie professionelle Weiterbildungsseminare die Verbreitung des spezifischen 'Dilemma-Ansatzes' des ADAM-Instituts für die Bildungslandschaft in Deutschland ermöglicht hat. In den  Jahren der seit 1995 bestehenden Kooperation wurden allein in Deutschland weit über 1500 Trainer*innen mit der ‚Betzavta‘-Methode ausgebildet, die diesen innovativen und einzigartigen Ansatz der politischen Bildung zu einem festen Bestandteil der politischen Bildung in Deutschland gemacht hat. Schulleiter, Lehrkräfte, und Bildungsberater wurden ausgebildet und arbeiten nun mit ihren Schülern zusammen, um Schule zu einer demokratischeren, partizipativeren und integrativeren Einrichtung zu machen; Polizeitrainer implementieren den Ansatz in ihren Fortbildungsakademien, um Polizisten zu unterstützen, den täglichen Herausforderungen mit einer demokratisch-wertschätzenden Haltung zu begegnen; Verwaltungen nutzen ihn, um Dialoge mit Bürgerinnen auf gleicher Augenhöhe führen zu können; Ehrenamtliche werden bestärkt, sich als aktiver Teil der gesellschaftspolitischen Gestaltung Deutschlands zu begreifen. In zahlreichen Projekten aktueller Bundesprogramme, wie beispielsweise „Demokratie leben“ findet er sich wieder. Auf wissenschaftlicher Ebene wird u.a. in einem Master-Studiengang der Freien Universität Berlin (FU) und der Deutschen Gesellschaft für Demokratiepädagogik angehenden Pädagog*nnen eine Haltung vermittelt, die demokratische Prozesse ernst nimmt und auch ein Bewusstsein für demokratische Dilemmata in Gesellschaft und Staat fördert.

Zusammen mit dem Gustav-Stresemann-Institut Bad Bevensen und seiner Mitarbeiterin Gabriele Wiemeyer werden jährlich ca. 100 Multiplikator*innen ausgebildet; dort wurden und werden ebenso Trainer*innentagungen sowie internationale Fortbildungsseminare zum Ansatz und seiner reflektierten Weiterentwicklung durchgeführt.

Das Preisgeld von EUR 10.000 wird für eine gemeinsame internationale Fachtagung zur Demokratieförderung eingesetzt, die 2021 statt finden wird.

Evaluation der 72-Stunden-Aktion 2019 des BDJK

 

Florian Wenzel und Dr. Christian Boeser-Schnebel haben die 72-Stunden-Aktion 2019 des Bunds der Deutschen Katholischen Jugend evaluiert. In der Aktion waren 180.000 junge Menschen aktiv und haben Sozialprojekte umgesetzt - das Programm ist die größte Sozialaktion Deutschlands.

 

Mit dem Ansatz der partizipativen Evaluation wurden auf einem Stakeholderworkshop die Evaluationsfrage präzisiert und Kriterien und Erfolgsindikatoren definiert. Mit einem Rücklauf von über 2.500 Fragebögen der über 4.000 teilnehmenden Aktionsgruppenleitungen konnte der darauf aufbauende Online-Fragebogen detaillierte EInschätzungen des Erfolgs und der Wirkung ermitteln. 11 ausführliche narrative Interviess mit Aktionsteilnehmenden klieferten qualitative Daten zur Kontextualisierung und vermittelten zusätzlich zu den quantitativen Daten 'Live-Einblicke' in Planung, Prozess und Umsetzung der Aktion.

 

Der öffentliche Evaluationsbericht wird seitens des BDKJ auf der Aktionsseite www.72stunden.de veröffentlicht.

 

Ausdehnung der Aktivitäten zur Unterstützung der Zivilgesellschaft in der MENA Region 2017-2019

 

In den letzten drei Jahren hat die Akademie Führung & Kompetenz am CAP in Kooperation mit dem Goethe Institut Kairo zertifizierte Weiterbildungen für TrainerInnen und NGOs in Ägypten angeboten. In den folgenden Jahren wird die Zusammenarbeit auf Marokko, Tunesien und Jordanien ausgeweitet. Ziel ist die Institutionalisierung von Civic education in der Region. Dazu findet eine Zusammenarbeit mit dem neuen Network Arab Citizenship Education (NACE) statt, welches sich als ein Ergebnis der Civic Education Conference (CEC) 2016 in Hammamet, Tunesien, etabliert hat.

Susanne Ulrich und Florian Wenzel haben auf der Basis einer Evaluation und der Evaluation der CEC Konferenz die Inhalte und strategische Ausrichtung des neuen Projekts konzipiert. Einen Bericht über die Kooperation seit 2014 finden Sie hier.

Ein aktueller Artikel stellt die Projektergebnisse 2018 vor.

2017 und 2018 wurden rund 30 Trainer aus der Zivilgesellschaft fortgebildet, ab 2019 werden nationale Ausbilder aus den Jahren 2014-2018 eigene Train-the-Trainer Formate in verschiedenen Ländern anbieten und damit politische Bildung in der Region weiter verankern.

 

Alle Aktivitäten in diesem Bereich gruppieren sich um das enstehende "Network Arab Citizen Education" (NACE), welches in der Region zivilgesellschaftliche Aktivitäten und vor allem politische BIldung systematisieren und institutionalisieren möchte. Hierzu findet im Dezember 2018 eine weitere CEC Konferenz in Casablanca, Marokko, statt. Susanne Ulrich und Florian Wenzel werden wiederum die Evaluation verantworten, in Kooperation mit Syrine Rakhis aus Tunesien und Mohsen Kamal aus Ägypten.

 

Gegenwärtig wird das Gesamtprojekt der Jahre 2017 -2019 vom österreichischen Institut EDUCULT mit verschiedenen methodischen Ansätzen evaluiert, um als kritischer Begleiter Perspektiven für die Weiterführung zu eruieren.

 

Im Rahmen der Kulturakademie Tunesien und der Kulturakademie Libyen haben Florian Wenzel und Susanne Ulrich außerdem ein Weiterbildungsmodul zur "Diversity and Discrimination" für VertreterInnen von NGOs in Libyen und Tunesien für das Goethe Institut Tunis im Oktober 2017 durchgeführt. Dieses Angebot wurde 2018 erfolgreich weiter geführt.

 

Integrationsprojekt im ländlichen Raum: "DORFGESPRÄCH!"

 

Das Gesellschaftswissenschaftliche Institut München für Zukunftsfragen hat von der Bundeszentrale für politische Bildung den Zuschlag für ein Modellprojekt im Themenbereich Flucht, Migration und Integration bekommen. In zwei ländlichen Kommunen in Bayern wurden gesamtgesellschaftliche Wertedialoge angestoßen, um öffentliche und auch konflikthafte Diskursräume zu stärken. Auf der Basis der Modellkommunen wurden ein Handreichung sowie weitere Publikationen erstellt, die Möglichkeiten der Nutzung von Ressourcen im ländlichen Raum zur Etablierung solcher Dialoge aufzeigen und das Vorgehen im Projekt dokumentieren.

Das Projekt wurde in drei Modellkommunen in Oberbayern unter dem Titel "Dorfgespräch!" durchgeführt. Informationen sowie eine Dokumentation finden Sie unter der Projektdomain www.dorfgespraech.net, weitere Videos unter vimeo.com/dorfgespraech. In Zusammenarbeit mit der Stiftung Mitarbeit ist Anfang 2019 eine umfassende Publikation zu Konzept, Didaktik und Methodik des Dorfgesprächs erschienen.

 

Im zweiten Projektjahr standen strategische Fragen, den Umgang mit Macht sowie die Erprobung in einer größeren Kommune im Mittelpunkt. Die Implementierung in den Modellkommunen wurde ebenfalls strategisch weiter begleitet. Zudem fanden Fortbildungen für DialogmoderatorInnen für Dorfgespräche in Sachsen-Anhalt und Oberbayern statt.

 

Das Projekt hat 2019 Varianten des Ansatzes erarbeitet die für Bürgerversammlungen, für Stadtteilentwicklungen, im Vorfeld der Europawahl 2019 und der Kommunalwahlen Anfang 2020 in Bayern nutzbar sind. Außerdem wurde der Dialog der Dörfer untereinander durch regionale Dorfgesprächs-Formate erweitert. Zur gundsätzlichen gesellschaftspolitischen Relevanz finden Sie hier Dr. Christian Boeser-Schnebel im Interview.

 

Alle Informationen zum Projekt sind auf der Seite www.dorfgespraech.net gebündelt.

Workshops und Moderationen auf dem EuropaTalk des Bayerischen Bündnisses für Toleranz

 

Peripheria.de war mit der Gestaltung von zwei Schüler*innenworkshops und Moderation von vier Podiumsdiskussionen auf dem vom Bayerischen Bündnis für Toleranz veranstalteten EuropaTalk am 23. Juli 2019 in Pfeffenhausen vertreten. Rund 50 Prominente aus Politik und Zivilgesellschaft diskutierten in acht Gasthäusern mit Bürger*innen über die Werte Europas; an der Gund- und Mittelschule fanden zudem Workshops für Kinder und Jugendliche statt. Das Programmheft finden Sie hier. Dr. Christian Boeser-Schnebel und Florian Wenzel gestalten Workshops zu konstruktivem Streit und der Frage der Grenzen von Gerechtigkeit; zudem moderierten sie vier Podiumsdiskussionen am Nachmittag und Abend. Das Konzept der Veranstaltung wurde auf Bayern 2 in der Radiowelt vorgestellt. Ein Interview mit Martin Becher, Geschäftsführer des Bayerischen Bündnisses für Toleranz, zur Veranstaltung finden Sie hier. Der Bayerische Rundfunk hat zur Veranstaltung einen Bericht gesendet.

Interaktive Veranstaltungsmoderation beim Paritätischen

 

Der Paritätischen Gesamtverband konzipierte zusammen mit Florian Wenzel nach 2017 zum zweiten Mal ein Forum für 150 Freiwillige, die bundesweit im Februar 2019 in Berlin zusammen kamen, um sich unter dem Titel "Mensch Du hast Recht" dem Thema der Relevanz von Menschenrechten im Alltag und dem Freiwilligendienst auseinander zusetzen. Florian Wenzel moderierte das interaktive Forum, in dem eigene aussagekräftige Versionen von Menschenrechten erstellt wurden, kurze Videoclips entstanden und die Teilnehmenden mit verschiedenen Aktionen wie neuen Informationsplattformen, Vernetzung in sozialen Medien, methodischen Formaten und einem Flahmob selbst aktiv wurden. Ergänzt wurde die Veranstaltung durch fachlichen Input sowie Einblicke aus Rap und einer Aktionsgruppe aus Berlin.

Im Rahmen des Forums wurde ein 3-minütiger-Film erstellt, den Sie hier abrufen können.

www.politikwagen.de / Qualitätsstandards

 

Die Publikation von Christian Boeser-Schnebel, Klaus-Peter Hufer, Karin Schnebel und Florian Wenzel wird als stark nachgefragtes Argumentationstraining im aktuellen Kontext der zunehmend in absoluten Kategorien geführten Diskussionen um Flucht, Migration, Privilegien und Diskriminierung für eine konstruktivere und demokratische Streitkultur eingesetzt.

 

In Kooperation mit der Georg-von-Vollmar-Akademie in Kochel eine zertifizierte Ausbildung für 18 MultiplikatorInnen in vier Modulen mit Inputs, Reflexion, Training, Hospitation und der Durchführung eigener Trainings erfolgreich abgeschlossen.

In einem neuen Projekt wurden Interviews mit VertreterInnen von Argumentationstrainings sowie AutorInnen zur Thematik in einer wissenschaftlichen Studie befragt und ein neues internationales Netzwerk von TrainerInnen zu Argumentationstrainings gegründet, welches derzeit Qualitätsstandards für die Arbeit in diesem Bereich erarbeitet. Hierzu wurde auch ein Film mit Interviews und Impressionen des Netzwerks erstellt, welcher unter vimeo.com/argumentationstraining abrufbar ist.

 

 

Alle Informationen zum Hintergrund des Projekts und aktuellen Entwicklungen finden Sie unter www.politikwagen.de.

 

In der Sendung Zündfunk (Bayern 2 Radio) finden Sie ein Interview mit einem der Autoren.

Folien eines aktuellen Vortrags bei den 20. Tagen für Nachhaltiges Landmanagement der TU München zum Thema "Von wegen nur dagegen ?! Bürgerbeteiligung in veränderter Gesellschaft" finden Sie hier.

Kurzfilmreihe "How to be a good mentor"

 

In Zusammenarbeit mit CLC Consult wurde eine Kurzfilmserie für deutsche Manager der Volkswagen Group Russland erstellt. Aksana Kavalchuk zeichnete für die inhaltliche Umsetzung und Präsentation verantwortlich; Florian Wenzel übernahm Kamera und Schnitt der Filme. Mit dieser Serie werden Manager mit den Ansätzen, Themen und Rollen im Mentoring-Prozess vertraut gemacht und können sich via Smartphone kurz und bündig über die wesentlichen Inhalte informieren. Es ist geplant, weitere Filme zu Methoden des Mentoring zu erstellen.

Civic Education in der Ukraine

 

Florian Wenzel war einer der Trainer für die Herbstakademie des Projekts "Regional Voices - Civic adult education for community empowerment in Ukraine and Belarus" des Deutschen Volkshochschulverbands International (DVV) in Sumy, Ukraine.

 

Vertreter lokaler NGOs aus der Ukraine und Belarus erarbeiteten auf der Basis von Umfragen in eigenen Projeten bedarfsorientierte Angebote der Erwachsenenbildung zusammen mit der lokalen Verwaltung. Damit soll die Vernetzung von Zivilgesellschaft und Staat produktiv vorangebracht und die Professionalisierung der Erwachsenenbildung insgesamt gestärkt werden. Best practice Beispiele und aktuelle Entwicklungen der Erwachsenenbildung in Deutschland werden mit den momentan entstehenden Projekten abgeglichen. Einen Bericht finden Sie hier.

Professionalisierung der Erwachsenen- und Weiterbildung in der Ukraine

 

Florian Wenzel war von Mai 2017 bis Januar 2018 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Pädagogik mit Schwerpunkt Erwachsenen- und Weiterbildung (Prof. Dr. E. Meilhammer) an der Universität Augsburg.

Im Rahmen eines Projekts des Bundesministeriums für Bildung und Forschung erarbeitete er zusammen mit Prof. Dr. Elisabeth Meilhammer und Prof. Dr. Tetyana Kloubert (Projektleiterinnen) von der Universität Augsburg sowie Prof. Dr. Iryna Petrjuk von der Universität Czernowitz, Ukraine eine Vertiefungsrichtung 'Erwachsenenbildung' für den Bachelorstudiengang Pädagogik an der Universität Czernowitz, Ukraine. In zwei Workshops wurden mit den ukrainischen Projektpartnern eine Konzeption der Rahmenbedingungen, Inhalte, Lehranforderungen und eines Modulhandbuchs zur Umsetzung vor Ort im Jahr 2018 erarbeitet. Das Projekt ist auch Bestandteil der Unterstützung des Anliegens ukrainischer Universitäten, den Beruf 'Erwachsenenbildner/in' in der Ukraine offiziell akkreditieren zu können und damit zivilgesellschaftliche und demokratische Kräfte im Land professioneller und systematischer unterstützen zu können. Die aktuellen gesetzlichen Entwicklungen in der Ukraine weisen in eine positive Richtung in diesem Kontext.

Training on Democratic Decision Making in Kyiv, Ukraine

 

Im Rahmen der EUAM (European Advisory Mission) Ukraine haben Ines Thevarajah, zertifizierte Betzavta-Trainerin und Florian Wenzel ein Training für high-level Mitarbeiter des ukrainischen Innenministeriums in Kyiv durchgeführt. Das Training ist Teil eines Reformprojekts, um das Innenministerium mit Ansätzen des Change Management, der Moderation, des Projektmanagements und der Betriebswirtschaft vertraut zu machen.

Mit einer Mischung aus konzeptuellen Erläuterungen und praktischen Übungen aus den Programmen Betzavta/Miteinander und Mehr als eine Demokratie wurden den Teilnehmenden demokratische Dilemmata verdeutlicht und wichtige Werte der Demokratie hinsichtlich ihrer Alltagsrelevanz vermittelt. Die Teilnehmendengruppe reflektierte sich selbst als Modell der ukrainischen Gesellschaft und thematisierte die Dynamiken ihres eigenen Handelns im Rahmen der Interaktionsübungen. Der Ansatz war neu und herausfordernd für die Ministeriumsmitarbeiter  und eröffnete neue Perspektiven auf den Prozesscharakter von Demokratie; das Training ermöglichte ein Bewusstsein für die Notwendigkeit wertebasierten demokratischen Handelns jenseits formalisierter Abläufe, um umfassend Demokratie-Kompetenz umzusetzen und Spannungsfelder in der ukrainischen Gesellschaft angemessen auszubalancieren.