Civic Education in der Ukraine

 

Florian Wenzel ist einer der Trainer für die Herbstakademie des Projekts "Regional Voices - Civic adult education for community empowerment in Ukraine and Belarus" des Deutschen Volkshochschulverbands International (DVV) in Sumy, Ukraine.

 

Vertreter lokaler NGOs aus der Ukraine und Belarus erarbeiten auf der Basis von Umfragen in eigenen Projeten bedarfsorientierte Angebote der Erwachsenenbildung zusammen mit der lokalen Verwaltung. Damit soll die Vernetzung von Zivilgesellschaft und Staat produktiv vorangebracht und die Professionalisierung der Erwachsenenbildung insgesamt gestärkt werden. Best practice Beispiele und aktuelle Entwicklungen der Erwachsenenbildung in Deutschland werden mit den momentan entstehenden Projekten abgeglichen.

Lange Nacht der Demokratie am 15. September 2018 in zehn bayerischen Kommunen

 

In der Nacht vom 15. auf den 16. September 2018 wird in zehn  bayerischen Städten und Gemeinden auf Initiative des Wertebündnis Bayern eine „Lange Nacht der Demokratie“ veranstaltet. Die Nacht schließt an den Internationalen Tag der Demokratie am 15. September 2018 an und liegt kurz vor der Bayerischen Landtags- und Bezirkstagswahl.

Mit einem breiten Angebot an künstlerischen Performances, Vortrags-, Diskussions-, Informations- und Mitmachveranstaltungen verschiedener Partner wollen wir zeigen: Demokratie ist keine Selbstverständlichkeit, sondern sie braucht Menschen, die sie lebendig halten und die für sie eintreten. Ein Videointerview zur Initiative in münchen-tv finden Sie hier.

 

Die Lange Nacht der Demokratie findet an folgenden Standorten statt:

Augsburg, Donauwörth, Kronach, München, Murnau, Regensburg, Straubing, Stadt Puchheim, Würzburg, Wunsiedel.

 

Verantwortet werden die dezentralen Veranstaltungen von lokalen Bündnissen, in welchen sowohl die Volkshochschulen als auch die Jugendringe vor Ort vertreten sind. Projektträger ist das Netzwerk politische Bildung Bayern.

Weitere Informationen sind unter www.lange-nacht-der-demokratie.de zu finden.

Integrationsprojekt im ländlichen Raum: "DORFGESPRÄCH!"

 

Das Gesellschaftswissenschaftliche Institut München für Zukunftsfragen hat von der Bundeszentrale für politische Bildung den Zuschlag für ein Modellprojekt im Themenbereich Flucht, Migration und Integration bekommen. In zwei ländlichen Kommunen in Bayern wurden gesamtgesellschaftliche Wertedialoge angestoßen, um öffentliche und auch konflikthafte Diskursräume zu stärken. Auf der Basis der Modellkommunen wurden ein Handreichung sowie weitere Publikationen erstellt, die Möglichkeiten der Nutzung von Ressourcen im ländlichen Raum zur Etablierung solcher Dialoge aufzeigen und das Vorgehen im Projekt dokumentieren.

Das Projekt wurde in zwei Modellkommunen in Oberbayern unter dem Titel "Dorfgespräch!" durchgeführt. Informationen sowie eine Dokumentation finden Sie unter der Projektdomain www.dorfgespraech.net, weitere Videos unter vimeo.com/dorfgespraech.

 

Im zweiten Projektjahr stehen strategische Fragen, den Umgang mit Macht sowie die Erprobung in einer größeren Kommune im Mittelpunkt. Die Implementierung in den Modellkommunen wird ebenfalls strategisch weiter begleitet. Zudem fanden Fortbildungen für DialogmoderatorInnen für Dorfgespräche in Sachsen-Anhalt und Oberbayern statt. Derzeit wird in Zusammenarbeit mit der Stiftung Mitarbeit eine Arbeitshilfe zu werteorientierten Dialogen im ländlichen Raum vorbereitet.

Alle Informationen zum Projekt sind auf der Seite www.dorfgespraech.net gebündelt.

www.politikwagen.de

 

Die Publikation von Christian Boeser-Schnebel, Klaus-Peter Hufer, Karin Schnebel und Florian Wenzel wird als stark nachgefragtes Argumentationstraining im aktuellen Kontext der zunehmend in absoluten Kategorien geführten Diskussionen um Flucht, Migration, Privilegien und Diskriminierung für eine konstruktivere und demokratische Streitkultur eingesetzt.

 

In Kooperation mit der Georg-von-Vollmar-Akademie in Kochel eine zertifizierte Ausbildung für 18 MultiplikatorInnen in vier Modulen mit Inputs, Reflexion, Training, Hospitation und der Durchführung eigener Trainings erfolgreich abgeschlossen.

In einem neuen Projekt wurden Interviews mit VertreterInnen von Argumentationstrainings sowie AutorInnen zur Thematik in einer wissenschaftlichen Studie befragt und ein neues internationales Netzwerk von TrainerInnen zu Argumentationstrainings gegründet, welches derzeit Qualitätsstandards für die Arbeit in diesem Bereich erarbeitet.

 

 

Alle Informationen zum Hintergrund des Projekts und aktuellen Entwicklungen finden Sie unter www.politikwagen.de.

 

In der Sendung Zündfunk (Bayern 2 Radio) finden Sie ein Interview mit einem der Autoren.

Folien eines aktuellen Vortrags bei den 20. Tagen für Nachhaltiges Landmanagement der TU München zum Thema "Von wegen nur dagegen ?! Bürgerbeteiligung in veränderter Gesellschaft" finden Sie hier.

Ausdehnung der Aktivitäten zur Unterstützung der Zivilgesellschaft in der MENA Region 2017-209

 

In den letzten drei Jahren hat die Akademie Führung & Kompetenz am CAP in Kooperation mit dem Goethe Institut Kairo zertifizierte Weiterbildungen für TrainerInnen und NGOs in Ägypten angeboten. In den folgenden Jahren wird die Zusammenarbeit auf Marokko, Tunesien und Jordanien ausgeweitet. Ziel ist die Institutionalisierung von Civic education in der Region. Dazu findet eine Zusammenarbeit mit dem neuen Network Arab Citizenship Education (NACE) statt, welches sich als ein Ergebnis der Civic Education Conference (CEC) 2016 in Hammamet, Tunesien, etabliert hat.

Susanne Ulrich und Florian Wenzel haben auf der Basis einer Evaluation und der Evaluation der CEC Konferenz die Inhalte und strategische Ausrichtung des neuen Projekts konzipiert. Einen Bericht über die bisherigen Aktivitäten finden Sie hier.

Das erste Modul der neuen Reihe hat im Juli 2017 in Gammarth bei Tunis / Tunesien zum Thema "Diversity and Discrimination" statt gefunden, das zweite Modul zum Thema "Tolerance and Non-violent Conflict Resolution" wurde am Toten Meer in Jordanien durchgeführt. Im Dezember fand zum Thema "Strengthening Structures and Networks" das Abschlussmodul in Marokko statt, nach dem die Teilnehmenden im Rahmen einer festlichen Zeremonie ein Zertifikat der LMU München erhielten. Ein aktueller Artikel stellt das Projekt vor.

2018 werden weitere Trainer ausgebildet, ab 2019 werden nationale Ausbilder eigene Train-the-Trainer Formate in verschiedenen Ländern anbieten und damit politische Bildung in der Region weiter verankern.

 

Im Rahmen der Kulturakademie Tunesien und der Kulturakademie Libyen haben Florian Wenzel und Susanne Ulrich außerdem ein Weiterbildungsmodul zur "Diversity and Discrimination" für VertreterInnen von NGOs in Libyen und Tunesien für das Goethe Institut Tunis im Oktober 2017 durchgeführt.

 

Alle Aktivitäten in diesem Bereich gruppieren sich um das enstehende "Network Arab Citizen Education" (NACE), welches in der Region zivilgesellschaftliche Aktivitäten und vor allem politische BIldung systematisieren und institutionalisieren möchte.

Professionalisierung der Erwachsenen- und Weiterbildung in der Ukraine

 

Florian Wenzel war von Mai 2017 bis Januar 2018 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Pädagogik mit Schwerpunkt Erwachsenen- und Weiterbildung (Prof. Dr. E. Meilhammer) an der Universität Augsburg.

Im Rahmen eines Projekts des Bundesministeriums für Bildung und Forschung erarbeitete er zusammen mit Prof. Dr. Elisabeth Meilhammer und Prof. Dr. Tetyana Kloubert (Projektleiterinnen) von der Universität Augsburg sowie Prof. Dr. Iryna Petrjuk von der Universität Czernowitz, Ukraine eine Vertiefungsrichtung 'Erwachsenenbildung' für den Bachelorstudiengang Pädagogik an der Universität Czernowitz, Ukraine. In zwei Workshops wurden mit den ukrainischen Projektpartnern eine Konzeption der Rahmenbedingungen, Inhalte, Lehranforderungen und eines Modulhandbuchs zur Umsetzung vor Ort im Jahr 2018 erarbeitet. Das Projekt ist auch Bestandteil der Unterstützung des Anliegens ukrainischer Universitäten, den Beruf 'Erwachsenenbildner/in' in der Ukraine offiziell akkreditieren zu können und damit zivilgesellschaftliche und demokratische Kräfte im Land professioneller und systematischer unterstützen zu können. Die aktuellen gesetzlichen Entwicklungen in der Ukraine weisen in eine positive Richtung in diesem Kontext.

Training on Democratic Decision Making in Kyiv, Ukraine

 

Im Rahmen der EUAM (European Advisory Mission) Ukraine haben Ines Thevarajah, zertifizierte Betzavta-Trainerin und Florian Wenzel ein Training für high-level Mitarbeiter des ukrainischen Innenministeriums in Kyiv durchgeführt. Das Training ist Teil eines Reformprojekts, um das Innenministerium mit Ansätzen des Change Management, der Moderation, des Projektmanagements und der Betriebswirtschaft vertraut zu machen.

Mit einer Mischung aus konzeptuellen Erläuterungen und praktischen Übungen aus den Programmen Betzavta/Miteinander und Mehr als eine Demokratie wurden den Teilnehmenden demokratische Dilemmata verdeutlicht und wichtige Werte der Demokratie hinsichtlich ihrer Alltagsrelevanz vermittelt. Die Teilnehmendengruppe reflektierte sich selbst als Modell der ukrainischen Gesellschaft und thematisierte die Dynamiken ihres eigenen Handelns im Rahmen der Interaktionsübungen. Der Ansatz war neu und herausfordernd für die Ministeriumsmitarbeiter  und eröffnete neue Perspektiven auf den Prozesscharakter von Demokratie; das Training ermöglichte ein Bewusstsein für die Notwendigkeit wertebasierten demokratischen Handelns jenseits formalisierter Abläufe, um umfassend Demokratie-Kompetenz umzusetzen und Spannungsfelder in der ukrainischen Gesellschaft angemessen auszubalancieren.