Initiative zur Bündelung neuer Demokratieprojekte

 

Florian Wenzel und Dr. Christian Boeser arbeiten seit 20 Jahren in zahlreichen Projekten der politischen Bildung zusammen. Sie haben nun die Initiative 'interpunktionen - Wir versetzen Zeichen für Demokratie' gegründet. Damit werden gemeinsame Demokratieprojekte gebündelt dargestellt und Nachwuchswissenschaftlern, die in verschiedenen Projekten bereits beteiligt waren, Möglichkeiten zur Präsenz und Vernetzung geboten.

"Lange Nacht der Demokratie" am 2. Oktober 2020 in über 30 Kommunen in Bayern

 

Die Lange Nacht der Demokratie findet statt in der Nacht vor dem 3. Oktober 2020, dem Jubiläum 30 Jahre Deutsche Einheit. Leitthema ist der Zusammenhalt unserer Gesellschaft. Sie wird vom Wertebündnis Bayern in Kooperation mit dem Netzwerk Politische Bildung Bayern verantwortet und in München von interpunktionen koordiniert.
Die Lange Nacht der Demokratie ermöglicht Inspiration, Begegnung sowie Reflexion zur Bedeutung von Demokratie. Es wird in vielfältigsten Formaten über Demokratie philosophiert, diskutiert, geredet und geslammt. Musik und Kultur, Genuss, Lachen und Feiern bieten den ansprechenden Rahmen dafür.
Bereits in der Zusammenarbeit der Kooperationspartner wird die Freude am Zusammenwirken und am offenen, partizipativ demokratisch gestalteten Prozess in der Planung, Steuerung und Koordination der Veranstaltungen erlebbar. Schirmherrin der Veranstaltung ist Ilse Aigner, Präsidentin des Bayerischen Landtags.
Für weitere Informationen oder Interesse an einer Kooperation kontaktieren Sie Projektleiter Christian Boeser.
"Streitet Euch!" Begegnung, Auseinandersetzung und Gestaltung im ländlichen Raum im Kontext von Parolen und Populismus

 

Die Bundeszentrale für politische Bildung hat für 2020 an interpunktionen eine Projektförderung gewährt, in der innovative Formate des Demokratie-Lernens im ländlichen Raum in Ostdeutschland in die Umsetzung kommen. Ziel des Projekts ist die Stärkung der Streitkultur für Demokratie im Kontext von Parolen und Populismus im ländlichen Raum. Dabei ist die Verdeutlichung des Innovationspotentials des ländlichen Raums in Hinblick auf reale Veränderungen (Anpackkultur) und Integration von Vielfalt zur Gestaltung eines neuen ‚Wir‘ von zentraler Bedeutung; damit wird ein neues Selbst-Bewusstseins vor allen in (vermeintlich) abgehängten Regionen durch das direkte Erleben politischer Bildung an geeigneten öffentlichen Diskurs-Orten möglich. Im Rahmen des Projekts werden zwei Weiterbildungen zu den methodischen Formaten angeboten. Zum Einsatz kommen in Vorläuferprojekten entwickelte und evaluierte Konzepte wie das prozess-basierte Dorfgespräch, das erweiterte Argumentationstraining gegen Stammtischparolen und das  offene Format Lange Nacht der Demokratie.

Für weitere Informationen oder Interesse an einer Kooperation kontaktieren Sie Projektleiter Florian Wenzel.

Mitglied im Beirat des 4. Tutzinger Diskurses zu Integration

 

Florian Wenzel ist Mitglied im Beirat des 4. Tutzinger Diskurses der Akademie für politische Bildung in Tutzing. Er wurde zusammen mit den anderen Beiratsmitgliedern dazu interviewt, was ein gutes Miteinander vor Ort ausmacht. Seine Erfahrungen des Demokratie Lernens im Hinblick auf kommunale Integrationsfähigkeit werden dort besprochen. Beim ersten Arbeitstreffen der Mitglieder des Tutzinger Diskurses zu Integration stellte er als Gastreferent zusammen mit Dr. Christian Boeser-Schnebel das Projekt Dorfgespräch als konkrete Möglichkeit vor, werte- und beziehungsorientiert vor Ort an einer "Dorferneuerung in den Köpfen" zu arbeiten. Ansatz und Erfahrungen sind in einem Interview gebündelt worden. Zum Auftakt des Tutzinger Diskurses wurde ebenfalls ein Film mit weiteren Statements zum Projekt erstellt.

Prozessbegleitung für die KAS in Rabat / Marokko

 

Florian Wenzel begleitet die Konrad Adenauer Stiftung in Rabat, Marokko, im Rahmen ihres Regionalprogramms Energiesicherheit und Klimawandel Naher Osten und Nordafrika (REMENA) in Prozessmoderation. In einem Strategie- und Planungsworkshop entwickelten Young Leaders aus 5 Ländern gemeinsam Vision und Planung für ein neues Netzwerk für Kreislaufwirtschaft (CEMENA-Net), um damit Training, Lobbying, Forschung und zivilgesellschaftlichen Austausch zu Themen wie regenerative Ideen, Energiewirtschaft, Materialalternativen und Abfallwirtschaft in der Region zu vernetzen und institutionalisieren. Das Netzwerk wird in einer Pilotphase 2020 etabliert und zunächst mit KAS Alumni in Ländern der MENA Region Aktivitäten koordinieren. Für 2020 sind entsprechend zwei weitere begleitete Treffen vor Ort geplant.

Volkshochschulen als Orte der Demokratie

 

Florian Wenzel und Dr. Christian Boeser-Schnebel beraten und begleiten den Bayerischen Volkshoschschulverband (bvv) bei der Stärkung politischer Bildung und des Selbstverständnisses von Volkshochschulen als Orte demokratischer Begegnung. Vor dem Hintergund des 100-jährigen Jubiläums der Volkshochschulen in Deutschland mit dem Motto 'zusammenleben. zusammenhalten' werden Formate wie das Argumentationstraining und das Dorfgespräch in einer Handreichung des Deutschen Volkshochschulverbands als Best Practice vorgestellt.

Zusammen mit der verantwortlichen Referentin Ruth Jachertz wurden Reader und Seminarformate für Programmverantwortliche entwickelt, um eine Strategie für Demokratie sowie interaktive Moderation an Volkshochschulen zu unterstützen. In allen bayerischen Bezirken wurden bei den Frühjahrstagungen 2019 der Vorkshochschulleitungen die entsprechenden Formate vorgestellt und werden nun in intensiven Tagesworkshops in die Umsetzung gebracht.

 

Prozessbegleitung, Teamentwicklung und partizipative Evaluation für das Projekt "Bühne frei"

 

Florian Wenzel begleitet seit 2017 das Projekt 'Bühne frei!', ses VIA (Verband für interkulturelle Arbeit), welches Interkulturelles Lernen mit Improvisationstheater kombiniert. Der Ansatz wurde in einer Broschüre veröffentlicht. In Planungs- und Prozessworkshops wurde regelmäßig die Zusammenarbeit des Teams in den Blick genommen und Perspektiven der Etablierung der Marke 'Culturatorium' analysiert. In einem partizipativen Evaluationsprozess wurden Weiterbildungen in Berlin und Bayern untersucht und gemeinsam Kriterien und Erfolgsindikatoren für die Arbeit mit diesem neuen Ansatz etabliert.

 

 

Shimon-Peres-Prize 2019

 

Eine hochrangige Jury des Deutsch-Israelischen Zukunftsforums hat die Akademie Führung & Kompetenz am C·A·P zusammen mit dem Adam Institut aus Jerusalem für das Projekt „Mehr als eine Demokratie“ als Preisträger für den diesjährigen Shimon-Peres-Preis ausgewählt.

 

Für das C·A·P nahmen am 15. September 2019 Susanne Ulrich und Florian Wenzel den Preis von Außenminister Heiko Maas im Roten Rathaus in Berlin entgegen.

 

Einen ausführlichen Bericht mit der Rede von Außenminister Heiko Maas finden Sie hier. Einen weiteren Bericht zur Preisverleihung finden Sie in der Jüdischen Allgemeinen.

 

Der Preis würdigt die jahrelange Kooperation beider Institutionen, die durch Wissensaustausch, internationale Tagungen sowie professionelle Weiterbildungsseminare die Verbreitung des spezifischen 'Dilemma-Ansatzes' des ADAM-Instituts für die Bildungslandschaft in Deutschland ermöglicht hat. In den  Jahren der seit 1995 bestehenden Kooperation wurden allein in Deutschland weit über 1500 Trainer*innen mit der ‚Betzavta‘-Methode ausgebildet, die diesen innovativen und einzigartigen Ansatz der politischen Bildung zu einem festen Bestandteil der politischen Bildung in Deutschland gemacht hat. Schulleiter, Lehrkräfte, und Bildungsberater wurden ausgebildet und arbeiten nun mit ihren Schülern zusammen, um Schule zu einer demokratischeren, partizipativeren und integrativeren Einrichtung zu machen; Polizeitrainer implementieren den Ansatz in ihren Fortbildungsakademien, um Polizisten zu unterstützen, den täglichen Herausforderungen mit einer demokratisch-wertschätzenden Haltung zu begegnen; Verwaltungen nutzen ihn, um Dialoge mit Bürgerinnen auf gleicher Augenhöhe führen zu können; Ehrenamtliche werden bestärkt, sich als aktiver Teil der gesellschaftspolitischen Gestaltung Deutschlands zu begreifen. In zahlreichen Projekten aktueller Bundesprogramme, wie beispielsweise „Demokratie leben“ findet er sich wieder. Auf wissenschaftlicher Ebene wird u.a. in einem Master-Studiengang der Freien Universität Berlin (FU) und der Deutschen Gesellschaft für Demokratiepädagogik angehenden Pädagog*nnen eine Haltung vermittelt, die demokratische Prozesse ernst nimmt und auch ein Bewusstsein für demokratische Dilemmata in Gesellschaft und Staat fördert.

Zusammen mit dem Gustav-Stresemann-Institut Bad Bevensen und seiner Mitarbeiterin Gabriele Wiemeyer werden jährlich ca. 100 Multiplikator*innen ausgebildet; dort wurden und werden ebenso Trainer*innentagungen sowie internationale Fortbildungsseminare zum Ansatz und seiner reflektierten Weiterentwicklung durchgeführt.

Das Preisgeld von EUR 10.000 wird für eine gemeinsame internationale Fachtagung zur Demokratieförderung eingesetzt, die 2021 statt finden wird.

Evaluation der 72-Stunden-Aktion 2019 des BDJK

 

Florian Wenzel und Dr. Christian Boeser-Schnebel haben die 72-Stunden-Aktion 2019 des Bunds der Deutschen Katholischen Jugend evaluiert. In der Aktion waren 180.000 junge Menschen aktiv und haben Sozialprojekte umgesetzt - das Programm ist die größte Sozialaktion Deutschlands.

 

Mit dem Ansatz der partizipativen Evaluation wurden auf einem Stakeholderworkshop die Evaluationsfrage präzisiert und Kriterien und Erfolgsindikatoren definiert. Mit einem Rücklauf von über 2.500 Fragebögen der über 4.000 teilnehmenden Aktionsgruppenleitungen konnte der darauf aufbauende Online-Fragebogen detaillierte Einschätzungen des Erfolgs und der Wirkung ermitteln. 11 ausführliche narrative Interviews mit Aktionsteilnehmenden klieferten qualitative Daten zur Kontextualisierung und vermittelten zusätzlich zu den quantitativen Daten 'Live-Einblicke' in Planung, Prozess und Umsetzung der Aktion.

 

Der öffentliche Evaluationsbericht wird seitens des BDKJ auf der Aktionsseite www.72stunden.de veröffentlicht.

 

Ausdehnung der Aktivitäten zur Unterstützung der Zivilgesellschaft in der MENA Region 2017-2019

 

In den letzten drei Jahren hat die Akademie Führung & Kompetenz am CAP in Kooperation mit dem Goethe Institut Kairo zertifizierte Weiterbildungen für TrainerInnen und NGOs in Ägypten angeboten. In den folgenden Jahren wird die Zusammenarbeit auf Marokko, Tunesien und Jordanien ausgeweitet. Ziel ist die Institutionalisierung von Civic education in der Region. Dazu findet eine Zusammenarbeit mit dem neuen Network Arab Citizenship Education (NACE) statt, welches sich als ein Ergebnis der Civic Education Conference (CEC) 2016 in Hammamet, Tunesien, etabliert hat.

Susanne Ulrich und Florian Wenzel haben auf der Basis einer Evaluation und der Evaluation der CEC Konferenz die Inhalte und strategische Ausrichtung des neuen Projekts konzipiert. Einen Bericht über die Kooperation seit 2014 finden Sie hier.

Ein aktueller Artikel stellt die Projektergebnisse 2018 vor.

 

2017 und 2018 wurden rund 30 Trainer aus der Zivilgesellschaft fortgebildet, 2019 haben nationale Ausbilder aus den Jahren 2014-2018 eigene Train-the-Trainer Formate in verschiedenen Ländern angeboten und damit politische Bildung in der Region weiter verankert. Sie wurden als erster Jahrgang als 'Instructors of CIvic Education' im November 2019 zertifiziert. 2020 wird das Programm erstmals komplett auf arabisch von ausgebildeten 'Instructors' durchgeführt. Susanne Ulrich und Florian Wenzel beraten Sie in der finalen Konzeption 2020.

 

Alle Aktivitäten in diesem Bereich gruppieren sich um das enstehende "Network Arab Citizen Education" (NACE), welches in der Region zivilgesellschaftliche Aktivitäten und vor allem politische BIldung systematisieren und institutionalisieren möchte. Hierzu fand im Dezember 2018 eine weitere CEC Konferenz in Casablanca, Marokko, statt. Susanne Ulrich und Florian Wenzel werden wiederum die Evaluation verantworten, in Kooperation mit Syrine Rakhis aus Tunesien und Mohsen Kamal aus Ägypten.

 

Das Gesamtprojekt der Jahre 2017 -2019 wurde vom österreichischen Institut EDUCULT mit verschiedenen methodischen Ansätzen evaluiert, um als kritischer Begleiter Perspektiven für die Weiterführung zu eruieren.

Integrationsprojekt im ländlichen Raum: "DORFGESPRÄCH!"

 

Auf Basis eines Modellprojekt der Bundeszentrale für politische Bildung 2017-2019 wurden 2017 in ländlichen Kommunen in Bayern gesamtgesellschaftliche Wertedialoge angestoßen, um öffentliche und auch konflikthafte Diskursräume zu stärken. Auf der Basis der Modellkommunen wurden ein Handreichung sowie weitere Publikationen erstellt, die Möglichkeiten der Nutzung von Ressourcen im ländlichen Raum zur Etablierung solcher Dialoge aufzeigen und das Vorgehen im Projekt dokumentieren.

Informationen sowie eine Dokumentation finden Sie unter der Projektdomain www.dorfgespraech.net, weitere Videos unter vimeo.com/dorfgespraech. In Zusammenarbeit mit der Stiftung Mitarbeit ist Anfang 2019 eine umfassende Publikation zu Konzept, Didaktik und Methodik des Dorfgesprächs erschienen.

 

Im zweiten Projektjahr standen strategische Fragen, den Umgang mit Macht sowie die Erprobung in einer größeren Kommune im Mittelpunkt. Die Implementierung in den Modellkommunen wurde ebenfalls strategisch weiter begleitet. Zudem fanden Fortbildungen für DialogmoderatorInnen für Dorfgespräche in Sachsen-Anhalt und Oberbayern statt.

 

Das Projekt hat 2019 Varianten des Ansatzes erarbeitet die für Bürgerversammlungen, für Stadtteilentwicklungen, im Vorfeld der Europawahl 2019 und der Kommunalwahlen Anfang 2020 in Bayern nutzbar sind. Außerdem wurde der Dialog der Dörfer untereinander durch regionale Dorfgesprächs-Formate erweitert. Zur gundsätzlichen gesellschaftspolitischen Relevanz finden Sie hier Dr. Christian Boeser-Schnebel im Interview.

 

Alle Informationen zum Projekt sind auf der Seite www.dorfgespraech.net gebündelt.

www.politikwagen.de / Qualitätsstandards

 

Die Publikation von Christian Boeser-Schnebel, Klaus-Peter Hufer, Karin Schnebel und Florian Wenzel wird als stark nachgefragtes Argumentationstraining im aktuellen Kontext der zunehmend in absoluten Kategorien geführten Diskussionen um Flucht, Migration, Privilegien und Diskriminierung für eine konstruktivere und demokratische Streitkultur eingesetzt.

 

In Kooperation mit der Georg-von-Vollmar-Akademie in Kochel eine zertifizierte Ausbildung für 18 MultiplikatorInnen in vier Modulen mit Inputs, Reflexion, Training, Hospitation und der Durchführung eigener Trainings erfolgreich abgeschlossen.

In einem neuen Projekt wurden Interviews mit VertreterInnen von Argumentationstrainings sowie AutorInnen zur Thematik in einer wissenschaftlichen Studie befragt und ein neues internationales Netzwerk von TrainerInnen zu Argumentationstrainings gegründet, welches derzeit Qualitätsstandards für die Arbeit in diesem Bereich erarbeitet. Hierzu wurde auch ein Film mit Interviews und Impressionen des Netzwerks erstellt, welcher unter vimeo.com/argumentationstraining abrufbar ist.

 

 

Alle Informationen zum Hintergrund des Projekts und aktuellen Entwicklungen finden Sie unter www.politikwagen.de.

 

In der Sendung Zündfunk (Bayern 2 Radio) finden Sie ein Interview mit einem der Autoren.

Folien eines aktuellen Vortrags bei den 20. Tagen für Nachhaltiges Landmanagement der TU München zum Thema "Von wegen nur dagegen ?! Bürgerbeteiligung in veränderter Gesellschaft" finden Sie hier.

Kurzfilmreihe "How to be a good mentor"

 

In Zusammenarbeit mit CLC Consult wurde eine Kurzfilmserie für deutsche Manager der Volkswagen Group Russland erstellt. Aksana Kavalchuk zeichnete für die inhaltliche Umsetzung und Präsentation verantwortlich; Florian Wenzel übernahm Kamera und Schnitt der Filme. Mit dieser Serie werden Manager mit den Ansätzen, Themen und Rollen im Mentoring-Prozess vertraut gemacht und können sich via Smartphone kurz und bündig über die wesentlichen Inhalte informieren. Es ist geplant, weitere Filme zu Methoden des Mentoring zu erstellen.