Ausdehnung der Aktivitäten zur Unterstützung der Zivilgesellschaft in der MENA Region 2017-209

 

In den letzten drei Jahren hat die Akademie Führung & Kompetenz am CAP in Kooperation mit dem Goethe Institut Kairo zertifizierte Weiterbildungen für TrainerInnen und NGOs in Ägypten angeboten. In den folgenden Jahren wird die Zusammenarbeit auf Marokko, Tunesien und Jordanien ausgeweitet. Ziel ist die Institutionalisierung von Civic education in der Region. Dazu findet eine Zusammenarbeit mit dem neuen Network Arab Citizenship Education (NACE) statt, welches sich als ein Ergebnis der Civic Education Conference (CEC) 2016 in Hammamet, Tunesien, etabliert hat.

Susanne Ulrich und Florian Wenzel konzipieren derzeit auf der Basis einer Evaluation und der Evaluation der CEC Konferenz die Inhalte und strategische Ausrichtung des neuen Projekts. Einen Bericht über die bisherigen Aktivitäten finden Sie hier.

Professionalisierung der Erwachsenen- und Weiterbildung in der Ukraine

 

Florian Wenzel ist ab Mai 2017 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Pädagogik mit Schwerpunkt Erwachsenen- und Weiterbildung (Prof. Dr. E. Meilhammer) an der Universität Augsburg.

Im Rahmen eines Projekts des Bundesministeriums für Bildung und Forschung erarbeitet er zusammen mit Prof. Dr. Elisabeth Meilhammer und Prof. Dr. Tetyana Kloubert (Projektleiterinnen) von der Universität Augsburg sowie Prof. Dr. Iryna Petrjuk von der Universität Czernowitz, Ukraine eine Vertiefungsrichtung 'Erwachsenenbildung' für den Bachelorstudiengang Pädagogik an der Universität Czernowitz, Ukraine. Ein erster Workshop mit den ukrainischen Projektpartnern zur gemeinsamen Konzeption der Rahmenbedingungen, Inhalte, Lehranforderungen und eines Modulhandbuchs zur Umsetzung vor Ort im Jahr 2018 hat im Juni 2017 an der Universität Augsburg statt gefunden. Das Projekt ist auch Bestandteil der Unterstützung des Anliegens ukrainischer Universitäten, den Beruf 'Erwachsenenbildner/in' in der Ukraine offiziell akkreditieren zu können und damit zivilgesellschaftliche und demokratische Kräfte im Land professioneller und systematischer unterstützen zu können.

Civic Education in Kyiv und Odessa, Ukraine

 

Florian Wenzel ist einer der Trainer für eine Qualifizierung für Erwachsenenbildner aus der Ukraine. Unter dem Titel "Civic Education as a contribution for strengthening a democratic civil society" findet eine Zertifizierungsreihe des Deutschen Volkshochschulverbands International (DVV) in Kyiv statt. Theoretische Inputs sowie praxisorientierte Interaktionen sind Bestandteil des Konzepts, das von Prof. Dr. Tetyana Kloubert von der Universität Augsburg entwickelt wurde.

 

In einem weiteren Projekt werden NGO-Vertreter/innen mit staatlichen Einrichtungen wie Büchereien in Kontakt gebracht und erhalten in einem Weiterbildungsmodul in Odessa Kompetenzen, um gemeinsam innovative Projekte zur Vernetzung von Zivilgesellschaft und Staat in der Ukraine und der Republik Moldau voran zu bringen. EInen Bericht über dieses Training finden Sie hier.

Integrationsprojekt im ländlichen Raum

 

Das Gesellschaftswissenschaftliche Institut München für Zukunftsfragen hat von der Bundeszentrale für politische Bildung den Zuschlag für ein Modellprojekt im Themenbereich Flucht, Migration und Integration bekommen. In zwei ländlichen Kommunen in Bayern werden gesamtgesellschaftliche Wertedialoge angestoßen, um öffentliche und auch konflikthafte Diskursräume zu stärken. Auf der Basis der Modellkommunen wird eine Handreichung erstellt, die Möglichkeiten der Nutzung von Ressourcen im ländlichen Raum zur Etablierung solcher Dialoge aufzeigt und das Vorgehen im Projekt dokumentiert.

Das Projekt ist in der ersten Modellkommune Halfing in Oberbayern unter dem Titel "Dorfgespräch!" angelaufen. Weitere Informationen finden Sie unter der Projektdomain www.dorfgespraech.net.

 

www.politikwagen.de

 

Die Publikation von Christian Boeser-Schnebel, Klaus-Peter Hufer, Karin Schnebel und Florian Wenzel wird als Argumentationstraining im aktuellen Kontext der zunehmend in absoluten Kategorien geführten Diskussionen um Flucht, Migration, Privilegien und Diskriminierung für eine konstruktivere und demokratische Streitkultur eingesetzt.

 

Momentan werden mit diesem Konzept u.a. Wahlkampfmanager für die Bundestagswahl 2017 geschult, um im Haustürwahlkampf konstruktive Gespräche zur Mobilisierung von Wählern zu führen, populistischen und politikverdrossenen Tendenzen entgegen zu wirken und Demokratie wieder stärker als gemeinsame Verantwortungsaufgabe zu verankern.

 

Alle Informationen zu Hintergrund und Trainings sowie der MultiplikatorInnen-Weiterbildung 2017 finden Sie ab sofort unter www.politikwagen.de.

 

In der Sendung Zündfunk (Bayern 2 Radio) finden Sie ein Interview mit einem der Autoren.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Aktueller Videotipp - Women Wage Peace

 

"Women Wage Peace is a broad-based grassroots movement founded after the Gaza War of 2014 (Operation Protective Edge) and counts among its thousands of members women from the political Right, Center, and Left, Jewish and Arab women, religious and secular women - all of us united in our demand for a political agreement to end the Israeli-Palestinian conflict.

 

Today we are over 12,000 registered members and over 32,000 followers. We hold dozens of parlor meetings every month; stand in crossroads all over Israel every week; we are working on a peace quilt, with "pieces of peace" arriving from all over the world; and more and more activities over Israel, from the North to the South.

On October 2016 we marched, 30,000 women from all across the land, in demand of political agreement. On January 2017 we entered the Knesset '(our parliament) in a special launching event of the Lobby of Women for Peace and Security.

 

We plan to keep up our grassroots work alongside with our work with MKs - and we will not stop until there's a political peaceful agreement to the conflict." (Source: womenwagepeace.org.il)

 

 

Das Video mit dem Song "Prayer of the Mothers" von Yael Deckelbaum verdeutlicht die Möglichkeit der Gestaltung eines neuen "Wir" durch die symbolische Schaffung eines Kreises jenseits der bisherigen linearen Polaritäten im Nahost-Konflikt. Die Frauen der Bewegung verlangen ihre Stimme bei Friedensverhandlungen, basierend auf der Resolution 1325 des UNO Sicherheitsrates aus dem Jahr 2000, der die Beteiligung von Frauen in Friedensprozessen fordert und ihre Rolle bei Konfliktregelung und Friedensgestaltung betont.